Zahlen und Fakten
Innosuisse hat im Berichtsjahr Fördermittel in Höhe von insgesamt 341 Millionen Franken bewilligt.
Der Rückgang um 151 Millionen Franken im Vergleich zum Ausnahmejahr 2023 ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass im vergangenen Jahr keine neuen Beiträge für die Flagship-Initiative und die Innovation Booster genehmigt wurden.
Im Mehrjahresvergleich war die Gesamtsumme der Förderzusprachen 2024 jedoch nach wie vor hoch.
Zahl der Gesuche für Innovationsprojekte bleibt hoch
Im Jahr 2024 erhielt Innosuisse 802 Gesuche für Standard-Innovationsprojekte. Gleichzeitig verdeutlichte das 2023 eingeführte neue Förderinstrument der Start-up-Innovationsprojekte den grossen Bedarf an dieser Art von Unterstützung. Die Nachfrage war hoch: Im Jahr 2024 erhielt Innosuisse 225 Gesuche, 2023 waren es 208. Dieses Förderangebot ist nach wie vor kompetitiv. Die Bewilligungsquote betrug 18%.
Aussergewöhnlich hohe Nachfrage nach internationalen Projekten
Bei internationalen Innovationsprojekten konnte Innosuisse infolge des revidierten FIFG ihre Förderbedingungen an internationale Standards anpassen und Wettbewerbsnachteile für Schweizer Unternehmen beseitigen, insbesondere durch die direkte Teilfinanzierung der Schweizer Umsetzungspartner in diesen Projekten. Die Nachfrage stieg stark an und erreichte mit mehr als 500 Gesuchen ein aussergewöhnlich und unerwartet hohes Niveau. Dies entspricht einem Anstieg von 45% im Vergleich zum Vorjahr, in dem die Nachfrage bereits stark war.
Besonders hervorzuheben ist die bedeutende Beteiligung der Schweiz an der europäischen Partnership on Innovative SMEs. In diesem Rahmen unterstützte Innosuisse 38 Eurostars-Projekte mit einem Förderbeitrag von insgesamt 12.7 Millionen Franken. Auch im Bereich der internationalen bilateralen Zusammenarbeit war die Nachfrage im vergangenen Jahr wieder ausserordentlich hoch. So wurde im Rahmen der Projektausschreibung mit Innovate UK die Rekordzahl von 108 Gesuchen eingereicht. Trotz der hohen Qualität der Gesuche konnten aufgrund des begrenzten Budgets für diese Ausschreibung nur 11 Projekte bewilligt werden. Dabei ist hervorzuheben, dass die Evaluationen für Förderinstrumente mit direkten Beiträgen an Unternehmen neben den innovationsbezogenen Bewertungen auch strenge finanzielle Due-Diligence-Prozesse umfassen, um einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen sicherzustellen.
Vernetzungsangebote hoch im Kurs
Im Jahr 2024 wurde der Wissens- und Technologietransfer gestärkt, insbesondere durch die Innovationsmentorinnen und -mentoren. Die Nachfrage der KMU nach Innovationsmentoring, um ihre innovativen Ideen weiterzuentwickeln, Forschungspartner zu finden und Projektgesuche auszuarbeiten, war auch 2024 hoch. Insgesamt beteiligten sich 408 Schweizer KMU am Innovationsmentoring. Auch auf internationaler Ebene konnten Beraterinnen und Berater von Enterprise Europe Network – Switzerland 577 Erstkontakte vermitteln. Die 8 neuen Innovation Booster, die Anfang 2024 ihre Tätigkeit aufgenommen haben, sowie die 16 bereits aktiven entwickelten und testeten weiterhin radikale Ideen in vielversprechenden Themenbereichen.
Rekordjahr im Start-up Coaching
Der Bereich der Beratung und Begleitung von Start-ups wuchs erneut deutlich und erreichte einen neuen Höchststand. Mit 552 war die Anzahl der Coaching-Gesuche so hoch wie noch nie. Ende des Jahres wurden mehr als 640 Jungunternehmen von Innosuisse in diesem Programm begleitet. Die Schweizer Unternehmerszene wächst stetig und zeigt grossen Unterstützungsbedarf. Das Coaching-Programm zeichnet sich durch seine Qualität und Dienstleistungsvielfalt aus und setzt neue Massstäbe.
Entrepreneurship Training neu konzipiert
Die Nachfrage nach den verschiedenen Modulen des Trainingsangebots zur Förderung des Unternehmertums ist im Jahr 2024 leicht gestiegen. Innosuisse schloss die öffentliche Ausschreibung für die Trainingsmodule 2025-2028, die auf einem neuen Konzept basieren, erfolgreich ab. Die neuen Entrepreneurship Trainings bauen auf dem bestehenden Programm auf. Darüber hinaus sollen sie die Vernetzung zwischen den Teilnehmenden und der Industrie stärken, die Vielfalt bei wissenschaftsbasierten Start-ups fördern und den Anteil der Jungunternehmen steigern, die zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) beitragen. Zudem wird ab 2025 ein neues digitales Modul eingeführt, das Interessierte früh über das Unternehmertum informiert.